Aus dem Gemeinderat

TOP 1
Bürgerfragestunde

Es wurden keine Fragen gestellt.

 

TOP 2
Neuregelung der Verpachtung von landwirtschaftlichen Grundstücken der  Gemeinde

Der Gemeinderat hat sich in der Sitzung über die aktuelle Pachtsituation und die geplanten Überlegungen zur künftigen Verpachtung informiert. 

Insgesamt besitzt die Kommune über 90 Hektar Acker- und Grünland. Viele dieser Flächen sind bereits seit Jahrzehnten unbefristet verpachtet. Die Pachtpreise wurden bislang nur moderat angepasst und liegen derzeit meist bei rund 0,75 Euro pro Ar für Ackerland sowie zwischen etwa 0,25 und 0,50 Euro pro Ar für Grünland.

Ab November 2028 soll die Verpachtung transparenter, gerechter und stärker an Zukunfts-, Umwelt- und Klimazielen ausgerichtet werden.

Geplant ist, künftig klare Kriterien für die Vergabe festzulegen. Grundlage soll ein nachvollziehbares Punktesystem sein, das unter anderem nachhaltige Bewirtschaftung, betriebliche Perspektiven und strukturelle Aspekte berücksichtigt. Auch neue und insbesondere junge landwirtschaftliche Betriebe sollen bessere Chancen erhalten, gemeindliche Flächen zu pachten.

Die Pachtverträge sollen künftig befristet mit einer maximalen Laufzeit von acht Jahren abgeschlossen werden. Eine automatische Verlängerung ist nicht vorgesehen. Zudem behält sich die Gemeinde vor, Flächen mit einer Frist von einem Jahr zu kündigen, wenn diese für wichtige kommunale Entwicklungsmaßnahmen benötigt werden. Zur Förderung einer ausgewogenen Agrarstruktur soll die Anpachtung von Ackerland aus Gemeindebesitz auf höchstens 20 Prozent der betrieblich bewirtschafteten Ackerfläche begrenzt werden.

Auch eine Anpassung der Pachtpreise an das örtliche Durchschnittsniveau ist vorgesehen. Künftig werden für Ackerland Pachtpreise zwischen etwa 1,00 und 2,00 Euro pro Ar sowie für Grünland zwischen rund 0,50 und 1,00 Euro pro Ar angestrebt.

Die bestehenden Pachtverhältnisse sollen – soweit keine Sonderregelungen bestehen – zum 31. Oktober 2028 gekündigt werden, um eine einheitliche Neuvergabe zu ermöglichen. Interessierte Betriebe können sich voraussichtlich vom 1. Oktober 2026 bis zum 1. April 2027 um die Flächen bewerben.

Alle Pächter, Landwirte und interessierten Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, sich bei einer Informations- und Beteiligungsveranstaltung am 27. April 2026 um 19 Uhr in der Schloßberghalle über die Planungen zu informieren und ihre Fragen einzubringen.

 

TOP 3
Masterplan Wasserversorgung
Ergebnisse für Dettingen

Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Die Versorgung der Bevölkerung mit ausreichend Wasser von einwandfreier Qualität ist ein zentraler Bestandteil der Daseinsvorsorge. Gerade angesichts zunehmender Trockenperioden, wie in den Jahren 2018 und 2022, stellt der Klimawandel auch für Kommunen und Wasserversorger eine große Herausforderung dar.

Im Rahmen des Masterplans Wasserversorgung wurde die Kernstruktur der öffentlichen Wasserversorgung im Land erfasst. Die Gemeinde Dettingen verfügt über zwei sichere Wasserquellen: den Tiefbrunnen Goldmorgen als Eigenversorgung sowie die Versorgung über den Zweckverband Landeswasserversorgung aus dem Donauried. Diese doppelte Versorgung sorgt dafür, dass Dettingen zu den bestaufgestellten Wasserversorgungen im Landkreis Esslingen zählt.

Die Analyse zeigt, dass die Bevölkerung von heute rund 6.150 Einwohnern bis 2050 voraussichtlich auf etwa 6.400 wächst. Daraus ergibt sich ein Anstieg des mittleren Tagesbedarfs von 867 m³ auf 983 m³ und des Spitzentagesbedarfs von 1.489 m³ auf 1.857 m³. Aufgrund des Klimawandels wird die Eigengewinnung aus dem Tiefbrunnen Goldmorgen in Trockenperioden von aktuell 1.613 m³/Tag auf rund 1.218 m³/Tag sinken. Das bestehende Bezugsrecht vom Zweckverband Landeswasserversorgung von 1.123 m³/Tag stellt sicher, dass auch bei erhöhtem Bedarf keine Engpässe entstehen.

Die Wasserversorgung ist technisch gut aufgestellt. Ein Betriebs- und Organisationshandbuch regelt die Abläufe im Stör- oder Notfall. Ersatzversorgung, Handbetrieb bei Stromausfall und mobile Notstromaggregate sind gewährleistet. Die technische Betriebsführung übernimmt der Zweckverband Landeswasserversorgung. Selbst bei einem länger andauernden Ausfall des Tiefbrunnens Goldmorgen kann der mittlere Tagesbedarf heute noch zu 130 % und 2050 zu 114 % gedeckt werden.

Damit ist die Wasserversorgung unserer Gemeinde heute und auch in der Zukunft zuverlässig und krisensicher aufgestellt.

 

TOP 4
Bebauungsplan "Nördlich der Teckstraße" Änderungsbeschluss Feststellung des Änderungsentwurfs  Beschluss über die öffentliche Auslegung

Der Gemeinderat hat beschlossen, den Bebauungsplan „Nördlich der Teckstraße“ zu ändern. Ziel ist die Schaffung von neuem Wohnraum sowie die Ergänzung der bestehenden städtebaulichen Strukturen entlang der Eisenbahnstraße.

Die Änderung betrifft das Flurstück 2912/4, Eisenbahnstraße 13/1, das aufgrund einer Grundstücksteilung neu entstanden ist und nun mit einem Wohnhaus bebaut werden soll. Die westliche Baugrenze wird an die hintere Grenze der Bestandsgebäude Eisenbahnstraße 11 und 15 angepasst, der bisherige Rücksprung westlich von Eisenbahnstraße 13 entfällt. Das Grundstück wird über das östlich gelegene Flurstück 2911 an die Eisenbahnstraße angeschlossen.

Die Änderung dient der Innenentwicklung und schafft Wohnraum. Das Plangebiet liegt an einer vorhandenen Erschließungsstraße, grenzt an bestehende Bebauung an und ist frei von Schutzgebieten. Die Kosten der Änderung trägt der Eigentümer des Grundstücks.

(13 Jastimmen, 1 Befangenheit)

 

Auf die öffentliche Bekanntmachung hierzu im Mitteilungsblatt KW 12/2026 wird verwiesen.

 

TOP 5
Beschluss über die Annahme und Weitergabe von Spenden

Der Gemeinderat stimmte der Annahme und Weitergabe von zwei Sachspenden in Höhe von 385,80 € für die Teckschule und die Bücherei zu und bedankte sich herzlich bei den Spendenden.

(14 Jastimmen)

 

TOP 6
Verschiedenes
Information über Vergabeentscheidungen
Sanierung Hanfstraße (östlicher Teil)

Der Auftrag wurde an die Firma Schwenk aus Unterensingen zum Preis von 448.336,49 € brutto vergeben. Insgesamt liegt die Vergabesumme damit um 37.663,51 € (7,8 %) unter der Kostenberechnung (486.000,00 €). Die Ausführung der Baumaßnahmen ist voraussichtlich von Ende März bis zum Sommer 2026 geplant.