Altenhilfeplan

Warum brauchen wir in Dettingen einen Altenhilfeplan?

Erinnern Sie sich noch an die vom Gemeindenetzwerk „DABEI“ gestaltete Bürgerversammlung im Oktober 2004? Im Mittelpunkt stand hierbei der demografische Faktor.

Eine eindrucksvolle Momentaufnahme der Dettinger Bevölkerungsstruktur aus dem Jahr 2004:  jeder einzelne Karton stellte etwa 100 der damals 5.500 Einwohner dar. Man sah deutlich, dass bereits jetzt immer weniger junge Menschen für immer mehr ältere Menschen verantwortlich sind.

Wie sieht die Dettinger Bevölkerung in etwas 20 Jahren aus?

Die Prognosen des Statistischen Landesamtes weisen bis ins Jahr 2020 eine weitere gravierende Veränderung in der demografischen Entwicklung auch für Dettingen aus: Während der Anteil der unter 15-Jährigen von derzeit 15,62% auf 13,53% sinkt (2,1%), steigt der Anteil der über 65-Jährigen von derzeit 19,47% auf 24,15% (4,68). (Demografische Basisdaten)   „Planungen für ein gutes Alter“ sind daher unerlässlich und dringend notwendig.   Seit 24. Juli 2006 hat daher Dettingen einen eigenen Altenhilfeplan! Im Juni 2005 starteten 17 ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger den Prozess zum kommunalen Altenhilfeplan und entwickelten ein umfassendes Planwerk für die Zukunft Dettingens!   Zwei wichtige Erkenntnisse: Es bestehen bereits sehr viele Angebote und Dienstleistungen  in Dettingen und der Umgebung. Und Vorsorge beginnt nicht erst im hohen Alter, sondern bereits in jungen Jahren. Daher richtet sich der Dettinger Altenhilfeplan an alle Bürgerinnen und Bürger!

Die Planungsgruppe

Die Mitglieder vertreten die einzelnen Gruppen und Institutionen, die sich in Dettingen mit dem Thema „Altenarbeit“ beschäftigen oder sie sind persönlich betroffen und engagiert :

1. Reihe von links: Rudi Dölfel (Forum Altern e.V.), Ulrich Grötzinger (Krankenpflegeverein), Agnes Nowak, Petra Pommer
2. Reihe: Horst Unger (Altenpflege), Doris Bopp (DABEI), Walter Neuhäuser (Gemeinderat), Eva Gruel (Kath. Kirchengemeinde), Barbara Sigel, Inge Schaufler (Gemeinderätin), Bärbel Weinacht (Gemeinderätin/ Nachbarschaftshilfe)
3. Reihe: Bürgermeister Rainer Haußmann, Dr. Thomas Greiner (Dettinger Ärzteschaft)

Auf dem Bild fehlen Günter Fischer (Wir Senioren), Pfarrer Wilfried Veeser (Ev. Kirchengemeinde/ 55plus), Wolfgang Müller (Kath. Kirchengemeinde), Anka Kosch (Forum Altern e.V.), Lore Scheu (Pflegende Angehörige), Ulrike Schmid (Leiterin der Diakoniestation Teck), Jochen Stahl (Forum Altern e.V./ 55plus) sowie Stefanie Stern (Gemeinderätin).

Bei einzelnen Themen sind darüber hinaus auch die Teckschule, Kindergärten und das Alten- und Pflegeheim „Haus an der Teck“ eingebunden.

Was enthält der Altenhilfeplan?

Der Altenhilfeplan enthält konkrete Leitlinien für die kommunale Altenhilfeplanung und umfasst sämtliche Themengebiete des Altenhilfeplanes des Landkreises.Die insgesamt acht Kapitel zeigen auf, welches Angebots- und Dienstleistungsspektrum besteht, und in welchen Bereichen Lücken bestehen, die geschlossen werden müssen.

Die Planungsgruppe hat sämtliche wichtige Fragen im Bereich der Altenhilfe formuliert, diskutiert und Lösungen erarbeitet:

1. Kapitel:  Vorbereitung auf die 3. und 4. Lebensphase  „Wie kann ich soziale Kontakte (er)halten?“, Wie halte ich mich gesundheitlich und geistig lange fit und vital?“, „Wie kann ich vorsorgen, damit mein Wille, auch wenn ich schwer krank werde, respektiert wird?“
2. Kapitel: Unterstützung im 3. und 4. Lebensalter „Wer unterstützt mich, damit ich so lange wie möglich in meiner vertrauten Umgebung selbstständig wohnen kann?“
3. Kapitel: Wohnen im Alter „Betreutes Wohnen zu Hause, barrierefreies Wohnen, heimverbundenes betreutes Wohnen – was ist das und kann dies auch in Dettingen entstehen?“
4. Kapitel: Versorgung bei Pflegebedürftigkeit „Wie können wir pflegende Angehörige unterstützen?“, „Welche Angebote kann und darf ich bei der Pflege eines Angehörigen wahrnehmen?“
5. Kapitel: Hilfe bei psychiatrischen Krankheitsbildern Demenz, Sucht, Depression – was ist das und wer kann mir oder meinem Angehörigen helfen?“, „Ich bin schwerstkrank und benötige Medikamente, die mir mein Leiden erträglich machen – an wen kann ich mich wenden?“
6. Kapitel: Information, Beratung, Vermittlung „Gibt es in Dettingen eine Anlaufstelle, bei der ich mich umfassend informieren kann?“
7. Kapitel: Öffentlichkeitsarbeit „Es gibt doch bereits viele Angebote – warum werden diese so wenig in Anspruch genommen?“
8. Kapitel: Koordination/ Kooperation „Wer unterstützt die Gemeinde Dettingen im weiteren Prozess?“ „Wie halten wir Kontakt zum Kreisseniorenrat als wichtigen Ansprechpartner?“

Wie geht es weiter?

Die Ergebnisse zeigen, dass der Schwerpunkt unserer künftigen Arbeit darauf liegen wird, die Öffentlichkeitsarbeit zu verstärken, Vorhandenes zu vernetzen und, nur punktuell, neue Ziele und Maßnahmen zu formulieren und umzusetzen.

Folgende Maßnahmen wurden erarbeitet:

    - verstärkte Zusammenarbeit der Seniorengruppen mit Kindergarten und Schule    
    - Unterstützung der pflegenden Angehörigen
    - Fort- und Weiterbildung der Nachbarschaftshelferinnen
    - Betreutes Wohnen und barrierefreies Wohnen in Dettingen 
    - ortsnahe und unabhängige Beratung für ältere Menschen und Angehörige 
    - Aufklärung über die verschiedenen psychischen Erkrankungen, deren Ursachen und Symptome 
    - Information über Angebote, Hilfe- und Beratungsstellen 
    - Regelmäßiger Austausch mit dem Kreisseniorenrat

Sie möchten Ihre Zukunft selbst gestalten und interessieren sich für den Dettinger Altenhilfeplan? Dann wenden Sie sich an Herrn Krötz, Telefon 5000-12, Zimmer 1 im Erdgeschoss des Rathauses, s.kroetz[a]dettingen-teck.de oder an einen anderen Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung.