Technischer Ausschuss
- TOP 1
- Bebauungsplanangelegenheiten der Stadt Kirchheim
- Aufstellung des Vorhabenbezogenen Bebauungsplanes „Nördliche
Gaisgasse“
- Die Stadt Kirchheim beabsichtigt, für den Bereich nördlich der Gaisgasse
einen Vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufzustellen. In diesem Bebauungsplan
werden die städtebaulichen Ziele der Stadt Kirchheim fixiert und die Ausführung
privater Vorhaben festgeschrieben.
- Im Bebauungsplanverfahren werden keine Anregungen vorgebracht, da
Planungsziele der Gemeinde nicht berührt werden.
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- TOP 2
- Verschiedenes
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- Schließung der Bahnübergänge
- Auf Nachfrage berichtete Bürgermeister Haußmann, dass bezüglich der geplanten
Schließung der Bahnübergänge zwischen Owen und Dettingen in Kürze mit dem
Verband Region Stuttgart und der Deutschen Bahn AG Gespräche geführt
werden. Dabei seien insbesondere die rechtlichen und finanziellen Belange zu
klären.
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Gemeinderat
- TOP 1
- Schul- und Sportzentrum „Untere Wiesen“
- 1.1 Festlegung des Straßennamens
- 1.2 Vergabe der Erschließungsarbeiten
- Es wurde einstimmig beschlossen, die Erschließungsstraße von der Kreisstraße
bis zur Verbundschule nach Herrn Professor Albert Schüle „Albert-Schüle-Weg“ zu
benennen. Er war von 1931 bis 1939 Rektor der Dettinger Schule und hat sich in
besonderem Maße für die Belange der Gemeinde eingesetzt. Insbesondere hat er bis
zu seinem Tod im Jahr 1978 die historischen Daten der Gemeinde über Jahrzehnte
hinweg zusammengetragen und aufgearbeitet und damit die Veröffentlichung des
Heimatbuches im Jahr 1981 ermöglicht.
- Die Wasser-, Kanalisations- und Straßenbauarbeiten wurden öffentlich
ausgeschrieben. Die Firma Waggershauser aus Kirchheim hat als günstigste
Bieterin den Auftrag erhalten. Da das Angebot aufgrund der derzeitigen
Preislage deutlich unter der Kostenberechnung lag, kann hier die Gemeinde
rd. 100.000 € einsparen. Die Bauarbeiten dauern je nach Witterung
von Mitte Februar bis Ende Mai 2005.
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- TOP 2
- Einbringung des Haushalts 2005
- Bürgermeister Haußmann informierte in seiner Haushaltsrede, die
auszugsweise abgedruckt ist, über die allgemeine Finanzsituation der Kommunen
und über die Perspektiven der Gemeinde Dettingen.
- „Die Städte und Gemeinden haben Resolutionen verfasst, Kreisräte haben
Kreishaushalte boykottiert, es gab regelmäßige Abgeordnetengespräche und 80
Bürgermeister haben im Landtag mit den Fraktionen diskutiert. Darüber hinaus
arbeitet der Gemeindetag täglich daran, an entscheidender Stelle deutlich zu
machen, was zu tun wäre und dass es keinen Aufschwung ohne die Kommunen gibt.
- Doch leider hat dies alles nichts gebracht und die Anliegen, Ideen und
Vorschläge der Kommunen und ihrer Bürgerinnen und Bürger finden in Berlin und
Stuttgart kein Interesse. Auch der ständige Vorwurf, den Kommunen gehe es besser
als Bund und Land, quasi als Rechtfertigung für weitere Bevormundung und
Plünderung der Ersparnisse und als Lohn für sparsame kommunale
Haushaltswirtschaft der letzten Jahre, ist unerträglich.
- Würden die öffentlichen Haushalte ab Ende 2005 keine neuen Schulden mehr
aufnehmen und dazu verpflichtet, jeden Monat 1 Mrd. € Schulden zu tilgen, würde
es gut 122 Jahre dauern, bis der Staat schuldenfrei wäre.“
- Anschließend veranschaulichte er, dass die Staatsverschuldung ohne unser
Zutun pro Minute um satte 102.840 € ansteigt. Von diesem Geld könnten
beispielsweise die Kindergärten „Starennest“ und „Mäuseloch“ ein halbes Jahr
ganz gut leben.
- „Wir müssen uns selbst helfen. Neue Ideen und Wege suchen, Andere mitreißen
und motivieren sowie die Menschen im Ort dafür gewinnen, sich für ihre Gemeinde
und damit für ihre Kinder und Enkel einzusetzen. Das über Jahrzehnte gewachsene,
überragende Bürgerengagement in Dettingen macht Mut. Gebündelt im Netzwerk DABEI
ist dieses Potential eine unserer größten Stärken und sollte alle motivieren,
diesen Weg weiterzugehen.
- Neben der großen Tatkraft wird auch viel Verständnis aus der Bürgerschaft
gebraucht. Verständnis dafür, dass die Defizite gesenkt oder umgekehrt die
Preise für verschiedene Leistungen angehoben werden müssen, um die erreichte
Qualität zu sichern.
- Bisher konnten durch Aktienerlöse, Gewinne aus Grundstücksgeschäften und
Rücklagenentnahmen die Finanzlöcher gestopft und somit die Gebühren- und
Steuerzahler in Dettingen vom Schlimmsten verschont werden. Mit der
Unterstützung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde werden an
allen Ecken und Enden Energie, Personal- und Sachkosten bis hin zum Bürobedarf
gespart.
- Dies alles in der Hoffnung, dass auf den „höheren“ Ebenen dasselbe geschieht
und sich strukturell Entscheidendes verändert. Doch die zugesagten Reformen,
Einsparungen und der Bürokratieabbau bleiben aus.
- Im Verwaltungshaushalt 2005 sind deshalb keine großen Sprünge möglich. Aber
ohne die Erwirtschaftung von Finanzmitteln ist es unmöglich, Einrichtungen im
Wert zu erhalten und in die Zukunft z.B. in die Kinderbetreuung zu investieren.
Darum führt auch in diesem Jahr kein Weg daran vorbei, die Ausgaben, aber auch
die Gebühren und Steuern zu überprüfen.
- Der Vermögenshaushalt schrumpft auf ein Volumen von unter 1,3 Mio €. Die
wichtigsten Projekte sind die Erschließung des Gebietes „Untere Wiesen“, der
Ausbau der Gartenstraße (Zweiter Abschnitt), die Planung des Bahnhofsplatzes mit
Fußgängersteg und das neue Baugebiet „Goldmorgen/Obere Straßenäcker“. Außerdem
sind Gelder für die Leichtathletikanlage an der Hauptschule, für die Renovierung
der Schulgebäude, des Sitzungssaals und im Bereich der Feuerwehr für den Ausbau
eines gebrauchten Fahrzeugs (Rüstwagen 1), das die Gemeinde kostenlos erhält,
eingestellt. Zusätzlich stehen noch einige Grundstücksgeschäfte und die
Sanierung des Bereichs Burghof/Schlossgasse mit Landesmitteln an.
- Am Ende steht eine geplante Zuführung zum Vermögenshaushalt von 34.500 €; um
eine Schwarze Null zu erreichen wären haushaltsrechtlich 171.000 € (Höhe der
planmäßigen Schuldentilgung) notwendig.
- Darum halte ich es auch für vertretbar, dass bei der Wasserversorgung, die
bisher in einer Sonderrechnung als Eigenbetrieb ohne Gewinn geführt wird,
künftig (ab 01.05.2005) die Gewinnerzielung eingeführt wird.
- Aufgrund der geänderten steuerrechtlichen Rahmenbedingungen ist dies
wirtschaftlich sinnvoll.
- Unter Berücksichtigung der bereits erfolgten Gebührensenkung für Abwasser ab
01.01.2005 um 17 Cent/cbm bedeutet dies für einen 2-Personenhaushalt, berechnet
auf ein ganzes Jahr (ab 2006), einen Anstieg der Ausgaben für Wasser und
Abwasser von insgesamt jährlich 11,20 €, für einen 4-Personenhaushalt von 21,60
€.
- Ein entsprechender Antrag für die Einführung der Gewinnerzielung wird dem
Gemeinderat in der Sitzung am 28. Februar 2005 zur Haushaltsplanberatung zur
Entscheidung vorgelegt.“
- Bürgermeister Haußmann bedankte sich bei den Mitgliedern des Gemeinderates
sowie bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeinde für das
Entgegenkommen bei der schwierigen Finanzlage und für das Mittragen der
zahlreichen Veränderungen. Er wünschte dem Gremium gute Haushaltsberatungen
sowie mutige und kluge Entscheidungen im Laufe dieses Jahres.
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- Frau Verena Wiedmann, Leiterin der Haupt- und Finanzverwaltung, nannte
anschließend die wichtigsten Eckdaten des Haushaltsplanentwurfes 2005 und legte
dar, welchen Kurs die Gemeinde im Hinblick auf die angespannte finanzielle Situation in den nächsten Jahren
einschlagen werde.
- „Der Haushalt 2005 umfasst ein Gesamtvolumen (Einnahmen und Ausgaben) von rd.
9,09 Mio €. Davon sind rd. 7,8 Mio € im Verwaltungshaushalt und rd. 1,29 Mio €
im Vermögenshaushalt.
- Der Gesamtbetrag der vorgesehenen Kreditaufnahmen für Investitionen und
Fördermaßnahmen beträgt 600.000 €. Der Stand der allgemeinen Rücklage wird
sich von voraussichtlich 428.537 € zum Jahresende 2005 auf 422.935 € reduzieren.
- Der Wirtschaftsplan der Wasserversorgung setzt im Erfolgsplan 429.600 € und
im Vermögensplan 233.000 € fest. In diesem Bereich ist keine
Kreditaufnahme geplant.
- Bei den derzeitigen finanziellen Rahmenbedingungen müssen wir leider
erkennen, dass das Geld wohl „vorne und hinten“ nicht reichen wird.
- Die Ausgaben steigen bei stagnierenden bzw. rückläufigen Einnahmen.
- Die Gemeinde darf jetzt jedoch nicht den Fehler begehen, durch eine falsche
Sparpolitik die positive wirtschaftliche Entwicklung zu torpedieren.
- Die öffentliche Hand muss ihren Teil am gesamtwirtschaftlichen Wachstum
leisten, was bei Investitionen in die Zukunft durchaus auch Kreditaufnahmen
rechtfertigt.
- Auch müssen wir sukzessive die Gebühren und ähnliche Entgelte auf den
Prüfstand stellen, um nachzuweisen, welches Produkt zu günstig abgegeben wird,
denn eine gute Leistung, die wir zweifelsfrei bieten, rechtfertigt auch ihren
Preis. Gleichzeitig sind dies auch fast die einzigen Einnahmen des
Verwaltungshaushalts, auf die wir einen Einfluss haben.
- Entsprechend der Finanzplanung bis 2008 werden sich die Gebühreneinnahmen im
Verwaltungshaushalt bei 12% einpendeln. Die Rücklage von derzeit 428.537 € wird
dagegen Jahr für Jahr voraussichtlich auf den gesetzlich vorgeschriebenen
Mindestbetrag von rd. 151.000 € sinken.
- Deshalb müssen wir den Verwaltungshaushalt, auch Gebührenhaushalt genannt,
„flott machen“ und dafür sorgen, dass er wieder die Mindestzuführung (Höhe der
Kredittilgung) an den Vermögenshaushalt erwirtschaftet. Nur dann wird
gewährleistet, dass wir nicht weiterhin von der Substanz leben und wir nach
Ausschöpfung unserer Ersatzdeckungsmittel, zu denen auch die allgemeine Rücklage
zählt, nicht am Ende unserer Leistungsfähigkeit angekommen sind.“
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- Die Beratung des Planentwurfes findet in der Gemeinderatssitzung am
28.02.2005 statt. Die Verabschiedung ist in der Sitzung am 14.03.2005
vorgesehen.
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- TOP 3
- Änderung der bestehenden Shredderanlage Kirchheimer Straße 205 -
206
- Die bestehende Shredderanlage auf diesem Betriebsgelände soll gegen eine neue
Anlage ausgetauscht werden. Das Einvernehmen der Gemeinde aus städtebaulicher
Hinsicht wurde bereits im November 2004 erteilt.
- Da für den Betrieb der neuen Anlage grundsätzlich eine
immissionsschutzrechtliche Genehmigung erforderlich ist, die das Landratsamt
erteilt, wurden im Rahmen des Genehmigungsverfahrens verschiedene Gutachten und
Prognosen hinsichtlich Schallschutz und Staubentwicklung verlangt. Daraufhin
wurden die Pläne insbesondere um die notwendigen Schallschutzmaßnahmen
ergänzt.
- Die aktualisierte Planung sieht nun eine lärmdämmende Einhausung des
Shredders und der Entstaubungsanlage vor. Außerdem wird der Schornstein von
bisher 18 m auf 23 m angehoben. Die Mauer an der südlichen Grenze des
Buntmetalllagers und die Wand westlich der Containerstandfläche werden erhöht.
- Der Gemeinderat war sich einig, dass durch diese Maßnahmen eine deutliche
Verbesserung gegenüber der jetzigen Situation geschaffen wird und erteilte der
geänderten Planung das Einvernehmen.
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- TOP 4
- Präsentation „Ökokonto“
- Herr Fischer vom Landschaftsarchitekturbüro Fischer + Partner informierte,
dass in Zusammenarbeit mit Herrn Prof. Küpfer vom Büro StadtLandFluss und dem
Arbeitskreis Biotop, Umwelt- und Naturschutz ein Konzept für Maßnahmen im
Bereich des Naturschutzes erarbeitet worden sei. Für die Dokumentation im
„Ökokonto“ werden die Flächen in ihrem ursprünglichen Zustand (z.B. Ackerland)
und nach der durchgeführten Maßnahme (Pflanzung von Gehölzen) bewertet. Die
Wertsteigerung wird im „Ökokonto“ als „Haben“ verbucht.
- Mit großer Unterstützung des im Bereich des Natur- und Landschaftsschutzes
tätigen Ehrenamtes
- wurden bereits 9 Maßnahmen durchgeführt. Insbesondere wurden verschiedene
Bereiche entlang des Jauchertgrabens durch Gehölzpflanzungen, Anlegung von
Extensivwiesen und Feuchtzonen aufgewertet. Außerdem wurden Flächen bei der
Viehweide, im Käppeleswasen, im Trieb und im Naberner Berg verbessert, so dass
das „Ökokonto“ inzwischen ein beachtliches Guthaben aufweist. Die
verbuchte Wertsteigerung kann bei Bedarf auch als Ausgleich für spätere
Eingriffe im Rahmen der Erschließung neuer Baugebiete verrechnet werden.
- Bürgermeister Haußmann bedankte sich bei allen ehrenamtlichen Helfern und bei
den verantwortlichen Mitarbeitern der Verwaltung und des Bauhofteams für die
tatkräftige Unterstützung bei der Durchführung der einzelnen Maßnahmen zum
Erhalt der heimischen Natur, insbesondere im Arten- und Biotopschutz.
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- TOP 5
- Verschiedenes
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- Friedhofsangelegenheiten
- Von der Verwaltung wurde berichtet, dass für die Aussegnungshalle eine neue
Orgel gekauft worden ist. Die alte Orgel konnte nicht mehr instand gesetzt
werden.
- Auf eine frühere Nachfrage wurde berichtet, dass eine Wiederbelegung des
Alten Friedhofes grundsätzlich möglich sei. Insbesondere sei denkbar, dort eine
Möglichkeit für anonyme Bestattungen zu schaffen. Die Rahmenbedingungen für eine
neue Nutzung des Friedhofes müssen jedoch noch geprüft werden. Das weitere
Vorgehen wird dann im Gemeinderat festgelegt.
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- Neue Öffnungszeiten des Bürgerbüros
- Bürgermeister Haußmann berichtete, dass ab sofort dienstags das Bürgerbüro im
Erdgeschoss durchgehend von 7.30 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet habe.
- Weitere Informationen hierzu finden Sie an gesonderter Stelle in diesem
Mitteilungsblatt.
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- Bautätigkeiten im Außenbereich
- Aus der Mitte des Gremiums wurde kritisiert, dass insbesondere im Bereich
Halde, Wittum und Taläcker viele Geschirrhütten errichtet worden sind. Es wurde
nachgefragt, ob dies zulässig sei.
- Von der Verwaltung wurde berichtet, dass die Bautätigkeiten dem Baurechtsamt
zur Überprüfung gemeldet worden seien. Die Hütten seine teilweise beanstandet
und Verfügungen zum Rückbau erlassen worden. Die Verwaltung wird sich über den
aktuellen Stand beim Baurechtsamt erkundigen.
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