Dettingen 750 - Alamannen

Etwa 260 nach Christus verändert sich die politische Lage. Das Römische Reich gibt den Limes als Grenzwall des Imperiums auf. Germanische Stämme, später Alamannen genannt, können sich jetzt ungehindert ausbreiten. Sie errichten dauerhafte Siedlungen, sogenannte Urdörfer.

Über die Alamannischen Urdörfer auf dem Gebiet Dettingens, ihre Gründer und ihre Gräber informiert Dr. Dieter Quast.

Im Foyer de Schloßberghalle werden wertvolle Funde aus Dettingen gezeigt:

Der Vortrag und die Erkenntnisse aus diesem Vortrag können im bebilderten Ergänzungsband zum Dettinger Heimatbuch "Dettingen unter Teck 1251 - 2001 Beiträge zur Ortsgeschichte" nachgelesen werden. Sie erhalten diese Buch bei der Gemeindekasse.

Die Sprache der Gräber

Schon im Jahr 1873 wurde von Gräbern hinter dem Braungelände berichtet, genaue Angaben jedoch fehlen.

Mit dem Bau der Eisenbahn in den Jahren 1898 / 99 ist dann aber ein Gräberfeld, das eindeutig zu einer alamannischen Siedlung gehörte, nachgewiesen worden. Hier der Bericht des leitenden Bauführers an die Kirchheimer Bausektion: "Den 14. Januar wurde bei Erdarbeiten auf der Haltestelle Dettingen an dem in der beigefügten Skizze näher bezeichneten Punkten ein Grab geöffnet, in dem sich außer dem Skelett und einer tönernen Schüssel die beiliegenden Gegenstände vorfanden. Von einem Sarg oder einer Steinummauerung fehlte jedoch jede Spur. Die Gebeine selbst waren vermodert, dass sie bei der leisesten Berührung zerfielen."

Bei den weiteren Bauarbeiten aber fanden sich dann zwei Langschwerter, eine Streitaxt, ein Henkelgefäß aus Bronze, Messerfragmente, eine Bronzeschnalle, eine Urne mit Ornament, ja, sogar ein Glasgefäß.

Zahlreiche Grabfunde zeugen in Dettingen von vermutlich zwei Siedlungskernen, den sogenannten alamannischen Urdörfern.